Erneut ging es zu einer Cola-Mix Sammeltour in den Bayrischen Wald. Auf der Wunschliste standen insgesamt 7 verschiedene Cola-Mix, die es von der to-do-Liste zu streichen galt. Die Planung der Reise war durchaus komplex. Da von München aus die Anreise mit dem Zug alleine schon 4h je Richtung in Anspruch nimmt, mussten die einzelnen Unterwegshalte dieser kombinierten Rad-Zug-Reise detailliert ausgeplant werden.
Erster wichtiger Meilenstein war die Zugfahrt von München Hbf ab um 4:32Uhr. Die frühe Abfahrt würde genug Zeit im Zielgebiet ermöglichen. Schon dieser frühe Zug wäre mit der S-Bahn nicht erreichbar gewesen. Sie kamen bereits die ersten 12 Kilometer Radtour zustande. Leider sammelte der Zug mit dem Ziel Prag unterwegs eine Verspätung von knapp 30 Minuten ein. Um kurz nach 8 Uhr erreichte ich Furth im Wald.
So gleich nach der Ankunft führte mich mein Weg zum erstbesten Getränkemarkt. Hier fand ich das „Oly Classic Cola-Mix“ von Dimpfl Bräu Strauß e.K. aus Furth im Wald. Überraschend war, dass dieses Cola-Mix in Lam bei Getränkevertrieb Ludwig Lemberger abgefüllt wird.

Zu meiner Überraschung führte der gut sortierte trinkgut-Markt auch ein mir bisher völlig unbekanntes Cola-Mix: Nur rund 4 Kilometer von Furth im Wald liegt der kleine Ort Arnschwang. Hier stellt die Brauerei Mühlbauer eine als „mühlbauer’s cola-Mix“ bezeichnete Limonade her. Die Flasche besticht durch ein Flaschenlabel mit US-Amerikanischer Flagge. Die Flasche ziert als Abschluß ein grüner Schrauberdeckel.

Ein weiterer Fund in Furth im Wald war das „Quasch“ der Familienbrauerei Jakob. Dieses hatte ich vor Jahren schon einmal gekauft. Zwischenzeitlich hatte man aber das Flaschenetikett farblich überarbeitet. Also wurde auch diese Flasche erworben.


Die 4. Flasche, die über die Ladentheke ging, war das Marle-Cola-Mix vom Getränkevertrieb Ludwig Lemberger aus Lam.

Der Hersteller des Marle-Cola-Mix besitzt auch eine Lizenz zum Abfüllen von Frucade Limonaden. Leider konnte dieses spezielle Frucade Cola-Mix nicht in Furth im Wald finden. Es folgte was folgen musste: Eine 34km lange Radtour von Furth im Wald nach Lam. Die Tour war begleitet von einigen steilen Rampen und wies insgesamt einen Anstieg von 500 Höhenmetern auf.

Nach der Ankunft in Lam gab es am Bahnhof eine erste kleine Pause. Der Zugverkehr hier ist relativ dünn und auf „ein Zug alle 2 Stunden“ getaktet. Mit dem kleinen RegioShuttle Zug erreichte ich die Stadt Cham. Rauf aufs Fahrrad und in Richtung Walderbach. Am Ortseingang befindet sich das kleine familiengeführte Unternehmen „Getränke Ottmar Schwarzfischer„. Auch hier verfügt man über eine Lizenz für Frucade-Limonaden. Das Frucade Cola-Mix wird hier sogar mit zwei verschiedenen Grundstoffen abgefüllt. Der Hintergrund dieser Besonderheit: Ein von Getränke Schwarzfischer belieferter Kunde war früher von einem anderen Frucadeabfüller beliefert worden und hatte sich an die andere Frucade-Rezeptur gewöhnt. Das geschulte Auge kann die beiden unterschiedlichen Limonaden sogar ganz gut an der Farbe erkennen. Darüber hinaus füllt man hier auch eine eigenes Hausmarke unter dem Namen „Walderbacher Cola-Mix“ ab. Auch dieses Getränk wurde im Juni 2026 für wenige Wochen mit zwei unterschiedlichen Grundstoffen abgefüllt. Aufgrund dieser Feinheiten war man sehr zuvorkommend, um mich mit gleich 4 Flaschen zu versorgen.



Gegen 14:30Uhr fuhr ich mit dem Zug von Neubäu über Schwandorf weiter nach Nabburg. Es stand eine längere Radtour von Nabburg über Fuchsberg nach Eslarn auf dem Programm. Hin-, und Rückfahrt, einfache Strecke: Knapp 40 Kilometer. Ziel dieser Tour die bis auf 4 Kilometer an die tschechische Grenze heranreicht, sind die beiden Frucadeabfüller in Fuchsberg (Schloßbrauerei Fuchsberg GmbH) und Eslarn (Brauerei Bauriedl KG).




Die Rückfahrt von Eslarn nach Nabburg war dann doch weniger schlimm als befürchtet. Der Rückweg hatte nur 540m Anstieg im Vergleich zu den 740m auf dem Hinweg. Einige schöne Abfahrten bescherten mir ein schönes Tempo über mehrere Kilometer auf gut ausgebauten Landstraßen. Passend vor dem einsetzenden Gewitter erreichte ich das schützende Bahnsteigdach des etwas heruntergekommenen Bahnhofs von Nabburg. Mit abermals halbstündiger Verspätung war ich kurz nach Mitternacht wieder zu Hause.
Fazit: Insgesamt war ich für diese überlange Tour rund 21 Stunden auf den Beinen. Zu den mehrstündigen Zugfahrten gesellten sich summa summarum 170km geradelte Strecke. Gleich 7 Cola-Mix Flaschen konnte ich von meiner to-do-Liste streichen. Dazu kommt die zufällige Entdeckung des „mühlbauer’s cola-Mix“ und das neue Etikett des „Jacob Quasch„.


